Kategorie: Praxis-Tagebuch

Ehrliche Erfahrungen aus der Praxis: was gut lief und was schiefging.

  • Praxis-Tagebuch Teil 2: Eine Woche Feinschliff mit KI

    Praxis-Tagebuch Teil 2: Eine Woche Feinschliff mit KI

    Praxis-Tagebuch · Teil 2 · November 2026

    In Teil 1 habe ich erzählt, wie ich mit KI als Mitarbeiter arbeite. Diese Woche ging es um den Feinschliff: Die Website sollte am Handy gut aussehen, bei Google und Bing gefunden werden und neue Inhalte bekommen. Hier ist, was gut lief und was nicht.

    Was gut lief

    • Handyansicht komplett überarbeitet: Menü, Abstände, Schriftgrößen, eine Kontaktleiste unten am Bildschirm. Außerdem haben wir jede Seite auf vier Handygrößen geprüft.
    • Bei Google und Bing angemeldet: Bing ist wichtig, denn auch KI-Suchen greifen darauf zu. Google hat neue Artikel schon nach wenigen Stunden aufgenommen.
    • Der erste Klick aus der Google-Suche: Klein, aber ein Anfang. Deshalb messen wir ab jetzt genau, was wächst.
    • Neue Inhalte an einem Abend: Wir haben zwei Ratgeber für Gründer recherchiert, gegen Gesetzestexte geprüft und noch am selben Tag veröffentlicht.

    Was schiefging

    • Der alte Name steckte überall: Wir heißen BVSS, aber an vielen Stellen stand noch der frühere Name. In Titeln, Kurztexten und sogar im Text für WhatsApp-Nachrichten.
    • Eine falsche Adresse bei Bing: Ein alter Eintrag zeigte auf eine Adresse, die wir gar nicht nutzen. Inzwischen haben wir aufgeräumt, und überall gilt die richtige.
    • Eine Gesetzesänderung übersehen: Seit Juli 2026 heißt das Bürgergeld Grundsicherung. Auf unserer Seite stand noch der alte Begriff. Das ist peinlich für eine Beratung, deshalb haben wir es sofort korrigiert.
    • Die Technik hakt auch mal: Abends riss die Verbindung zum Browser ab. Danach stand die Arbeit still, bis alles wieder lief.

    Was ich daraus mache

    • Wir prüfen jede Änderung live, statt sie nur abzuhaken.
    • Außerdem gleichen wir Texte regelmäßig mit aktuellen Gesetzen ab.
    • Ein Name, eine Adresse, eine Telefonnummer. Überall gleich.
    • Was sich nicht rückgängig machen lässt, entscheidet der Mensch, nicht die KI.

    Wie es weitergeht

    Ab jetzt erscheint jede Woche ein neuer Teil. Gleichzeitig wächst die Ratgeber-Reihe für Gründer weiter, mit allem, was sich gerade ändert. Wenn Sie wissen wollen, wie KI auch in Ihrem Betrieb mitarbeiten kann, sprechen Sie mich an.

    Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich, sobald alle Angaben vorliegen. Alle Ratgeber oder direkt Erstgespräch anfragen.

  • KI als Mitarbeiter: Unser Praxis-Tagebuch, Teil 1

    Praxis-Tagebuch · Teil 1 · November 2026

    Ich arbeite seit Wochen jeden Tag mit KI, als wäre sie ein Mitarbeiter. Sie pflegt meinen Onlineshop, baut diese Website, schreibt Entwürfe und hält fest, was beschlossen wurde. In diesem Tagebuch schreibe ich ehrlich auf, was gut lief und was schiefging. Damit Sie aus unseren Fehlern lernen, bevor Sie sie selbst machen.

    Was gut lief

    • Tempo: Diese Website ist in wenigen Wochen von null auf live gegangen, mit Texten, Design, Kontaktformular und Messung. Allein hätte ich dafür Monate gebraucht.
    • Ein gemeinsames Gedächtnis: Jeder Arbeitsschritt und jeder Beschluss wird schriftlich festgehalten. Wenn ich nach drei Tagen frage, wie der Stand ist, bekomme ich eine Antwort mit Beleg und nicht aus dem Bauch.
    • Messen von Anfang an: Bevor wir Geld für Werbung ausgeben, wird gezählt, woher Besucher und Anfragen kommen. So entscheiden wir nach Zahlen und nicht nach Gefühl.
    • Kontrolle von Texten: Die KI prüft Texte gegen feste Regeln, zum Beispiel keine Versprechen, die wir nicht halten können. Das schützt vor peinlichen und teuren Fehlern.

    Was schiefging

    • Zwei KIs an einer Baustelle: Zeitweise haben zwei verschiedene KI-Programme gleichzeitig an dieser Website gearbeitet. Das Ergebnis waren widersprüchliche Stände. Seitdem gilt: Eine KI führt, die anderen liefern nur Entwürfe zu.
    • Falsch verstanden: In einer Präsentation stand meine Rolle genau falsch herum, und eine Anweisung von mir wurde einmal anders umgesetzt, als ich sie gemeint hatte. Eine KI füllt Lücken mit Annahmen. Deshalb sehe ich alles kurz an, bevor es rausgeht.
    • Mails vom falschen Konto: Es wurden Mails von einer Adresse verschickt, die dafür nicht gedacht war. Seitdem geht keine Mail mehr ohne mein ausdrückliches OK raus.
    • Halb fertig ist nicht fertig: Einmal waren Mails bearbeitet, aber noch als ungelesen markiert. Für mich sah das aus, als wäre nichts passiert. Jetzt gilt eine Aufgabe erst als erledigt, wenn auch der letzte Handgriff sitzt.
    • Anmeldungen bleiben Chefsache: Passwörter und Logins gibt die KI nicht ein. Das ist richtig so, kostet aber manchmal Zeit, wenn eine Anmeldung abgelaufen ist.

    Was ich daraus gelernt habe

    Eine KI ist wie ein neuer Mitarbeiter. Sie ist schnell und fleißig, aber sie braucht klare Rollen, eine Einarbeitung, schriftliche Regeln und jemanden, der kontrolliert. Wer das nicht einrichtet, bekommt schnell viel Arbeit und wenig Ergebnis.

    1. Eine Zuständigkeit je Aufgabe, nicht zwei Helfer an derselben Stelle.
    2. Alles schriftlich festhalten, damit nichts verloren geht.
    3. Nach außen geht nichts ohne Freigabe durch einen Menschen.
    4. Erst messen, dann Geld ausgeben.

    Genau diese Erfahrung gebe ich weiter: Ich zeige Unternehmern, wie sie sich eine eigene KI aufbauen, die wie ein Mitarbeiter arbeitet, ohne die Fehler, die wir schon gemacht haben. Im nächsten Teil des Tagebuchs geht es weiter.

    Weiter: Praxis-Tagebuch Teil 2: Eine Woche Feinschliff mit KI